Gebäudeversicherung im Allgemeinen 2019

Was ist eine Gebäudeversicherung?

Diese Versicherung ist eine sehr wichtige Sachversicherung. Das wissen Hausbesitzer erst dann richtig zu schätzen, wenn die Natur wieder einmal verrückt spielt und zum Beispiel aus dem friedlichen Bach vor der Haustür ein reißender Strom wird. Aber nicht nur Wasser kann ein Gebäude beschädigen und vernichten. Auch Stürme, Hagel und andere Naturereignisse, aber auch Brände können Häusern schwer zusetzen, sie sogar zerstören. Wenn in einem solchen Fall der Gebäudebesitzer nicht versichert ist, dann ist der Schaden ein finanzielles Fiasko und kann die Existenz bedrohen oder vernichten.

 

Bei welchen Schäden tritt die Versicherung ein?

Es gibt unterschiedliche Risiken, gegen die man sich in der Gebäudeversicherung absichern kann und zwar einzeln aber auch in Kombination miteinander. Zu ihnen gehören Brände, Stürme, Hochwasser, Überschwemmung, Hagel, Blitzschlag, Erdrutsch, Felssturz, Lawinen, Schneedruck aber auch Leitungswasserschäden und Überspannungsschäden. Bis 1994 war die Feuerversicherung sogar eine Pflichtversicherung, die jeder Gebäudebesitzer abschließen musste. Heute kann er im Prinzip selbst entscheiden, vor welchen Risiken er sich mit einer Versicherung schützen möchte. Allerdings verlangen bei mit Krediten finanzierten Neubauten die Kreditgeber häufig eine Sicherheit in Form von Versicherungsverträgen.

 

Was kostet eine solche Versicherung für Gebäude?

Die Gebäudeversicherung Kosten richten sich natürlich in erster Linie nach dem Wert des Gebäudes bzw. der Baukosten. Allerdings ist hier zu bedenken, dass bei einem notwendigen Ersatz eines Gebäudes nach einem Totalschaden ja die ursprüngliche Bausumme in keinster Weise mehr ausreicht. Häuser werden immer teurer und dieser Tatsache muss Rechnung getragen werden, wenn es nicht zu einer Unterversicherung kommen soll. Überhaupt ist die Berechnung der Versicherungssumme eines Gebäudeschutzes eine komplizierte Angelegenheit.

Grundlage der Berechnung ist auch heute noch ein mehr als 100 Jahre alter Gebäudeversicherungswert aus dem Jahr 1914, kurz 1914er Wert genannt. Er ist die einheitliche Basis für den Gebäudeneuwert. Dieser berechnet sich aus dem 1914er Wert, der mit einem jedes Jahr neu festgelegten Baupreisindex angepasst wird, um den Gebäudeneuwert zu ermitteln. Um die Beitragshöhe zu berechnen, wird in der Versicherungsbranche noch zusätzlich mit einem Faktor gearbeitet, der sich Gleitender Neuwertfaktor nennt und der neben dem Baupreisindex auch den Tariflohnindex des Baugewerbes berücksichtigt. Daneben richtet sich der Beitrag der Versicherung für Gebäude auch nach verschiedenen Statistiken über die Schadenhäufigkeit in bestimmten Regionen. Im schlimmsten Fall kann es vorkommen, dass Hausbesitzer zum Beispiel in Überschwemmungs-oder Lawinengebieten gar keinen oder nur einen sehr teuren Versicherungsschutz bekommen.

Aber ganz unabhängig von diesen einheitlichen Beitragsbestandteilen, variieren die Beiträge von Gebäudeversicherungen bei den einzelnen Versicherungen oft ganz erheblich. Das liegt zum Teil an unterschiedlichen Kostensätzen und Gewinnmargen der Versicherer aber oft auch an ganz speziellen Risiko-Einschlüssen und Ausschlüssen wie zum Beispiel der Mitversicherung der Einfriedung des Gebäudes, der Schließanlagen oder Briefkästen oder Überspannungsschäden an Heizungsanlagen etc., die man in der Regel nicht zwingend benötigt. Gebäudeversicherung Vergleich ist also nicht nur zu empfehlen, sondern wirklich wichtig und eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse vor Abschluss einer solchen Versicherung ist unerlässlich. Schließlich geht es hier durchaus um höhere Summen. Es gibt verschiedene gute Vergleichsportale im Internet. Auch die Stiftung Warentest stellt Vergleiche an. Darüber hinaus sollte man ganz unverbindlich mehrere verschiedene Angebote von Versicherern einholen.

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